"Da gerade in der Wiesbadener Gegend, zumal bei der Fastnacht im benachbarten Mainz, Kokolores als Kennzeichnung von reinen Spaß- und Unsinnsreden recht verbreitet ist, sah ich in den einschlägigen Mundartwörterbüchern nach und wurde fündig: Belegt ist Kokolores im Südhessischen Wörterbuch (Bd. III, 1977) als ›unglaubwürdiges Gerede, Unsinn, törichtes Geschwätz, dummes Zeug‹, auch als ›Durcheinander‹ sowie als ›Spaßmacher‹. Die Deutung bleibt offen (vermutet wird auch hier eine Verbindung zu gaukeln). Auch in Sachsen kennt man den Ausdruck für ›sinnlose Unternehmungen, Durcheinander, unbrauchbare Arbeit‹, zudem für ›dummes Geschwätz, Unsinn‹. Erläutert wird mit Bezug auf Heinz Küpper: »Das wohl pseudo-lat. Wort soll prahlerische Gelehrsamkeit karikieren.« (Wörterbuch der obersächsischen Mundarten, Bd. 2, 1994.) "
Quelle: Gesellschaft für deutsche Sprache
http://www.gfds.de/index.php?id=81