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Foto: Vele di Scampia, Neapel, berühmter brutalistischer Sozialbaukomplex der 1970er-Jahre von Architekt Franz Di Salvo
Geplant als futuristisches Wohnprojekt für bis zu 70.000 Menschen, scheiterte das Vorhaben durch Geldmangel, Korruption und fehlende Infrastruktur. Nach dem Erdbeben 1980 besetzte die Mafia-Organisation Camorra die unfertigen Wohnsilos. Begünstigt durch die verwinkelte Architektur wurden die „Segel“ zu einem der größten Drogenmärkte Europas und zur weltbekannten Kulisse der Serie „Gomorrha“.
Nach jahrzehntelangem Verfall wurden die Gebäude fast vollständig abgerissen – die letzten Großbauten fielen Ende 2025. Einzig die Vela Celeste bleibt als Mahnmal stehen. Das Megaprojekt „Restart Scampia“ wandelt das Areal nun in ein modernes, ökologisches Viertel mit Schulen, Kitas und Uni-Einrichtungen um.
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