Leipzig
Die Leipziger Hugo Schneider AG (HASAG) war während des Nationalsozialismus einer der größten Rüstungskonzerne und Profiteure von Zwangsarbeit in Deutschland. Im besetzten Polen war die Firma an den Verbrechen der deutschen Besatzung und am Holocaust beteiligt. Heute sind diese Orte und ihre Geschichte wenig bekannt.
Im Frühjahr 2024 haben wir uns von der Universität Leipzig aus mit einer Exkursion auf die Spuren der HASAG in Polen begeben: Was ist damals geschehen und warum weiß man hier so wenig darüber? Wie hingen Ausbeutung und Vernichtung zusammen, wer waren die Opfer – wer die Täter?
Die Exkursion fand im Sommersemester 2024 am Historischen Seminar der Universität Leipzig statt. Sie war Teil des Forschungsprojekts „Unternehmenskultur, Zwangsarbeit und Judenmord beim Leipziger Rüstungskonzern HASAG“ unter der Leitung von Dr. Martin Clemens Winter. Sie wurde im Rahmen des Alfred Landecker Lecturer Programms gefördert.
Redaktion und Schnitt: Yannik Sellmann