Auf eigene Faust
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Ein Münchner Kabarettist jagt in Syrien Adolf Eichmanns Stellvertreter Alois Brunner. Von Igal Avidan. | Wie kann es sein, dass ein international gesuchter und zum Tode verurteilter Nazi-Massenmörder einen sorgenfreien Lebensabend genießen und sogar ein Interview geben kann, in dem er keinerlei Reue zeigt? Dieser Skandal rüttelte den Münchner Kabarettisten und Syrienfan Christian Springer auf. Daher suchte er jahrelang in Syrien Alois Brunner, der als Adolf Eichmanns Stellvertreter über 120.000 Juden in die Vernichtungslager deportiert hatte. Seine obsessive Recherche und seine Entdeckungen teilte er mit seinem Publikum. Beifall unterblieb. Sein Treffen mit deutschen Ermittlern war bühnenreif. Nur einzelne Opfer von Brunner machten Druck und unterstützten Springer in seiner unermüdlichen, selbstfinanzierten und heiklen Mission.
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