August 2016
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Leben in der Türkei“ | Als „Gottesgeschenk“ bezeichnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Putschversuch des Militärs am 15. und 16. Juli, bei dem 300 Menschen starben. Und er nutzt dieses Geschenk ganz offensichtlich, um den von ihm bereits begonnen Umbau der Türkei mit Macht voranzutreiben. Seit der Verhängung des 90-tägigen Ausnahmezustand läuft in dem Land eine "Säuberungswelle": Im Militär und bei der Polizei, in den Medien, der Justiz und im Bildungsbereich. Mehr als 58.600 Staatsbedienstete sind nach offiziellen Angaben seither suspendiert und fast 3.500 dauerhaft entlassen worden; 23 Journalisten wurden seither verhaftet. Und täglich feiern Tausende Anhänger Erdogans und seiner AKP diesen „Sieg der Demokratie“ auf dem Taksim-Platz, während Andersdenkende immer stiller zu werden scheinen. Unser Korrespondent Thomas Bormann erzählt vom Leben und Arbeiten in der Türkei drei Wochen nach dem gescheiterten Putsch und wie sich das Land und die Menschen seither verändert
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