Karfreitag. Eigentlich ein stiller Tag – aber ich bin komplett vom Weg abgekommen. Nicht nur draußen, sondern auch im Kopf. Irgendwann bin ich im Darktunnel der Disk Jockeys gelandet. Kein Plan mehr von Zeit oder Richtung, nur noch dieses dumpfe Dröhnen, das durch alles durchgeht. Ich bin dort hängen geblieben. Licht gab es kaum, nur flackernde Visuals, Schatten und Beats, die sich endlos gezogen haben. Die DJs wirkten wie Geister hinter ihren Decks, verloren in ihren eigenen Loops. Und ich mittendrin – irgendwo zwischen Orientierung und völliger Aufgabe. Je länger ich dort war, desto mehr hat sich alles verändert. Gedanken wurden zu Sounds, Bilder zu verzerrten Sequenzen. Es war roh, dreckig, ehrlich – dieser typische Underground-Vibe, der dich nicht fragt, sondern einfach mitzieht. Und genau daraus ist das Set entstanden. Kein sauber geplantes Ding, sondern gewachsen aus dem Moment.
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