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Das Foto aus dem Jahr 1984 dokumentiert eindrücklich den radikalen Wandel des Stadtbildes von Halle (Saale) in der späten DDR. Zu sehen ist der rücksichtslose Abriss historischer Bausubstanz im Stadtkern. Im Vordergrund kollabiert der hölzerne Dachstuhl eines jahrhundertealten Wohnhauses unter den Armen eines Baggers. Direkt dahinter ragt eine neu errichtete, monotone Plattenbau-Wohnscheibe empor.Die Szene spiegelt die offizielle DDR-Städtebaupolitik wider: Da staatliche Mittel fast ausschließlich in den industriellen Wohnungsbau flossen, verfielen die historischen Altstädte massiv. Statt aufwendiger Sanierungen setzte die Führung oft auf den großflächigen Flächenabriss. Die neuen Plattenbauten boten der Bevölkerung zwar modernen Komfort wie Fernheizung und eigene Bäder, zerstörten jedoch das gewachsene, historische Gesicht der Stadt. Das Bild fängt diesen dramatischen Konflikt zwischen dem Verlust städtischer Identität und dem staatlich verordneten Neubauprogramm perfekt ein.
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