It's a mix. With music in it. I mean what did you expect? Schnapps? Äppelwoi? Wasserpumpenzangen? I go a bit bass this time, Paul Cronin goes a bit hipster, Trials goes Blood Dragon, Xenophobia goes back in time to some early but just recently released tracks on their new album. Watch out for the future, it's hardcore and arriving soon!
Mixed in Hamburg, 09-11-2016, 100 - 152 BPM.
Update: Tracklist isn't stuck in the future anymore...
Download:
https://www.sendspace.com/file/cjrzlf
PW: raven
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Tracklist
Playing tracks by United States Beat Squad, Meowski666, Paul Cronin, Power Glove, DJ MARK C and more.
Comments
Der Mix ist keinesfalls eine wehleidig
nostalgische Reise in ein Museum verstaubter Plattenklänge, die z.B. auf von Braunkohleruß und Lausitzer Braunpumpenkettengerassel durchzogenen,
heutzutage halblegalen ehemaligen DDR-Flohmärkten mit mäßigem bis starkem Stasi-, Westzigaretten- Spreewaldgurken-, Häkeldeckchen-
und Gabbaszenebezug, wo schon morgens Alkohol aus Schnapspintchen mit lustigen Verballhornungen alter sozialistischer Parteizitate getrunken
und kleinen Kindern vom alten Zusammenhalt im FDJ-Alltag vorgeschwärmt wird, gekauft werden können, sondern vielmehr eine ekklezistische
Neuorientierung in die Moderne, getragen von moderner Produktionsweise, mäßig dezenten Arrangements, viel analoger und pseudoanaloger
Flächenwärme und oftmals auch einem Profitieren an ausgefuchsten Klangbildern südenglischer Plattenproduktionsstudios, wo meistens über
Monate hinweg kalkleistige, dünne Heringe auf Koks schwarztee trinkend vor wuchtigen 128 Kanal-Mischern, die von hand in eichenbrettern
hereingeritzt wurden, mit verschiedenen Effektgeräten, Stereopanoramen und Raummoden experimentieren, bevor das Endprodukt an den
geldgierigen, nach billigem Fleisch aus der Plattenfirmenkantine und Martini stinkenden Manager mit Einstecktuch und Dollarzeichenkrawatte
zum Siegelring, geschickt wird. Sampler 19 segelt steil Richtung Zukunft, kapert dabei alles neuravige einem Störtebecker des Homemixings gleich,
das von Qualität ist und setzt durch wahnwitzige Trackwahl jedem Mix seine unverkennbare Note auf. Egal ob Backbord oder Steuerbord -
Vorwärts Immer, Rückwärts nimmer! P.S. Ich krieg noch die 19 Mark Bestechungsgeld plies.
mäßig dezente Arrangements und pseudoanaloge Flächenwärme gefallen mir xD (ganz ungesichtsbuchig gemeint)
Höhepunkt des über einstündigen Schallereignisses: 42.00 (Psychopathic Hysteria) des britischen Klangdetektivs und Breakcore Junglisten (Brechkern Dschungelforschers) Manarchy. Auch DJ Laugh (Discjockey Lach) weiß anschließend mit einer lustigen Melange aus Spätachtziger Seifenoper Klangspektakel EInwürfen, Hühnergegacker und ulkiger Stimmsuper zu Gefallen und das Publikum and den Heimgeräten zu Höchstleistungen anzuspornen (u.a. das Klopfen der Hände auf die Trainingshose, Gucken auf die Uhr, auf dem Sofa springen, homosexuelle Verfolgungsjagden in ledernem Sexgeschirr durch die gesammte 2 Zimmerwohnung, incl. Bad, Toilette und Empfangshalle, Mitklatschen, Mundaufreißen, Mitgackern, rhythmisch mit dem Finger auf das Kreuzworträtselheft tippen zum Takt der Musik, den Flamingo tanzen und beim Break mit beiden Händen ein Herz formen oder die Sonne, ähnlich wie beim Macarenetanzen, kopfnicken oder gegen den Tisch, die Freundin oder das Hausaufgabenheft treten unter Alkoholeinfluss. Rave on!
Das könnte man mal auf ein T-Shirt drucken, um Dinge klarzustellen.
Fazit: 5 von 5 Punkten.
Baess Dschanki (Bass Fixer)
Die Stärke von Sampler 19 ist auch hier weniger ein übertriebenes Zeigen technischer Raffinesse, wie dies noch in den vom Wahlhamburger häufig rezitierten 90er Jahren am Plattenteller (in Szenekreisen auch Deck, Slipmat (Schlüpfermatte) oder Turntable (Drehtisch) genannt) kultiviert und besonders durch kurze und prägnante, seltener ausladende Scratch (Kratz-) Orgien in wahnwitzigen Tempi wie 180 bpm und höher (!!!) demonstriert wurde, sondern in dezenten, oft ruckartigen "Full Fade" (Vollbleich) Übergängen, in denen übergangslos, aber dennoch nahtlos klingend der eine Titel auf dem linken Plattenteller vollständig abgeschaltet ("weggefadet") wird, die Schallplatte auf der linken Seite dagegen, vornehmlich auf derselben oder lauterer (letzteres ist aber eher sensationshascherisch und für Amateure, so Szenekenner und Gabbaplattennadelverkäufer Michael V., der in seinem Laden auch Techno T-Shirts verkauft) Lautstärke angeschaltet wird, im selben Moment und auf dem selben Beat ("Taktschlag") und Tempo.
Sampler 19, der auch hier mit weitaus mehr Techniken, wie auch dem mit Übergang ineinander mischen der Tracks (Stücke) aufwarten kann, ist also ein Meister der dezenteren Mischtechniken, der mehr auf die Stärke seiner ausgewählten Musikstücke und sogenannten "Tracklists" setzt, als auf offensives Demonstrieren ausgefallener Mixtechniken wie beispielsweise dem "Phased Flare Combo 1", dem Beatjuggling oder dem auf vornehmlich Future Mixern praktizierten "FX Mixing" (Effektmischen).
Eine weitere Vorliebe zusätzlich zu den weichen, dezenten Übergängen, scheint bei Herrn 19 die Neuravegruppe "Xenophobia" zu sein, die hier u.a. mit Drum n Bassig bis Robotmäßig klingendem englishgerave, z.T. auch mit MC (d.h. Master of Ceremony, NICHT MIC-CHECKER) brilliert. Die Sample transportieren auf angenehme Weise sogar karibische Wärme durch jamaikanisch klingenden Sprechgesang, vermischt mit perkussivem Trommelklang, in das vermutlich bereits mit aufgedrehter Heizung aufgewärmte Wohnzimmer des Endverbrauchers.
Dann kommt Captain Cobalt und schreit "To the rhythm" (zu dem Rhythmus). Hier treffen stadionähnliche Altschulsynthesizerklänge auf tiefwühlende Drum n Bass (Schlagzeug und Bass) Bässe, hoch angesetzte Fissselsyntheinwürfe und Amenbreaklastige Percussivdrumpattern.
Wem das nicht genug ist, der soll weiterhören oder Sampler 19 auf eine Party einladen, vornehmlich mit guten alkoholfreien Getränken und untergrundcharme. Denn für normale Ohren ist die Musik, die Sampler 19 überwiegend im Wohnzimmer seines Stilvoll eingerichteten Wohntempels "Sampler Hauptquartier Eins Punkt Neun" zusammenmischt, sicher nichts.
starker anfang - gleich zu beginn setzt der wahlhamburger "hartkern" diskjockey (aus dem englischen und soviel bedeutend wie "schallplattenreiter") SÄMPLER NEUNZEHN alles auf eine karte: es ist die karte des gebrochenen Beats, ein neumodisches phänonmen, bei dem vornehmlich plattenschnippsel aus den späten 60er jahren, der ära des widerstandes der langhaarigen wiederaufgegriffen, d.h. gesampelt.
Verweise auf vorzugsweise aus älteren, verstaubten Funk- und Soulschallplatten extrahierten Schallereignissen, sogenannten "Samples", finden sich bereits im Künstlernamen des Interpreten wieder, neben einem geheimnisvoll anmutenden Verweis auf die sehr unübliche Primzahl 19. Worauf der Insider und Szenekenner hiermit anspielt, weiß wohl nur er selbst.
Weitere wiederkehrende Elemente im Schaffen oder besser mischend Reproduzieren von "Sampler 19" sind Querverweise auf sogenannte "You Poops", zu deutsch "Du Fürze" und Katzen, wie im oftmaligen Abspielen des holländer Neutechno Interpreten "Meau miao miau" (Mau mau) oder das bevorzugte herausgreifen von Neurave (in etwa "neuausrasten") Stücken mit Katzensamples, wie hier auf der Höhe von etwa 4 Minuten.
Oldschoolig und mit oftmals puristischen, schnörkelosen synthlines, die von altmodischen Drumcomputer- (Schlagzeugrechner) Sequenzen getragen werden, geht es weiter. An Stelle 11 Minuten (´The fifth mountain von DJ Mark C) fragt man sich, was diese Samples nun wieder bedeuten sollen. Hollunder? Holland die? (Holland stirbt) oder Hormon diet (Hormon Diät)?
DIe Gegenstimme sagt vielleicht "and just get bomb ah" (und nur krieg eine Bombe ah).
cool, ordentlich lesestoff im resturlaub ^^
ich meine, ein paar hate-comics hier und da in der friesischen einöde sind auch ganz nett, ist aber nicht in der gegenwärtigen zukunft verwurzelt, sondern im jahr 1993.
Herr S19 das ist super gut!
Vielen Dank! :D
die klangspur für alle durchdreher!
Yeah, yeah, yeah!