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  • 2 years ago
Nein heißt auch nein! Oder nicht? – Warum die Reform des Sexualstrafrechts so schwierig ist.

Nein heißt auch nein! Oder nicht? – Warum die Reform des Sexualstrafrechts so schwierig ist.

Nein zum Sex sollte auch tatsächlich nein bedeuten. Seit der Kölner Silvesternacht hat dieser eigentlich selbstverständliche Satz viele politische Kräfte hierzulande überzeugt, vor allem unter dem Eindruck der massenhaft sexuell motivierten Gewalt auf der Domplatte. Gefordert wird nun, dass jede sexuelle Handlung ohne Einverständnis strafbar wird; so verlangt es auch eine Konvention des Europarates. Ein Reformentwurf von Justizminister Heiko Maas soll eine Schutzlücke schließen. Bisher macht sich wegen Vergewaltigung nämlich nur strafbar, wer mit Drohungen oder Gewalt vorgeht, oder wenn das Opfer dem Täter schutzlos ausgeliefert ist. Grapschen, streicheln, unter den Rock greifen, Überrumpeln sind bisher in vielen Fällen nicht strafbar. Weil vieles von dem, was in der Kölner Silvesternacht passierte, nicht geahndet wird, ist die Reform des Sexualstrafrechts hochbrisant und brandaktuell.

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