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Podiumsdiskussion mit FEMEN Deutschland & e*vibes (5. März 2013)

Podiumsdiskussion mit FEMEN Deutschland & e*vibes (5. März 2013)

About the show

[[ aktuellerer Beitrag von e*vibes dazu: Vortrag in Berlin, Oktober 2013: http://www.mixcloud.com/evibes/did-femen-take-over-feminism/ ]]
Podiumsdiskussion mit FEMEN Deutschland, Dorothee Marth und e*vibes:
"Mit Brüsten und Strumpfmasken für die Gleichberechtigung. Feministische Protestkultur heute" in der Frauenbibliothek/Genderbibliothek MONAliesA e.V. Leipzig
Aufnahme: Antje Meichsner von coloRadio Dresden (cc-nc-by)

Comments

evibes
evibes

Hallo Sanna, wie schon unten geschrieben haben wir derzeit einfach wenig Zeit. Zu deinem Post bei Facebook hatten wir Stellung bezogen, wenn auch wahrscheinlich nicht so wie du dir gewünscht hattest. Hier nochmal das was wir dazu gepostet hatten "Hallo Sanna, wir haben uns dafür entschieden deinen Kommentar, aufgrund des unsensiblen Sprachgebrauchs, zu löschen. Gerne kannst du ihn nochmal umformuliert posten."

MehrAlsEineSeite

Ich bin dankbar dafür, daß die Datei komplett online gestellt wurde, Leipzig ist ja sehr weit weg (für die meisten Erdenbürgerinnen). Ich weiß nicht, ob den ganzen deutschen Teilnehmerinnen eigentlich klar war/ist, was es für eine Nicht-Muttersprachlerin bedeutet, sich in einer solchen hitzigen Atmosphäre auf ein Podium zu setzten. Das Gelächter bei Vokabelmißgriffen, das Beharren auf "Du hast aber gesagt...", obwohl eine Korrektur erfolgt war, dieses penible auf dem Buchstaben Bestehen - sorry, das ist für mich zumindest Ignoranz und Sprachtotalitarismus, wenn nicht Rassismus. Hut ab vor der russischen Genossin, bei aller Kritik, die auch ich an manchen ihrer Äußerungen habe. Eine Schwäche der deutschen Linken, die ich seit langer, langer Zeit beobachte, ist, daß Widersprüche nicht ausgehalten werden. Nur die 100%ige Übereinstimmung wird zugelassen, Linientreue, Glaubensbekenntnis. Was von den Femen-Leuten hier gefordert wurde, war eine öffentliche Unterwerfung, klar, daß in einer solchen Atmosphäre keine "Einsicht" (was für ein patriarchalisches Wort da verwendet wurde!) zu erwarten ist.
Ein Wort zum Kreuz: Niemand weiß, wer es aufgestellt hat. Das Steinkreuz für die Opfer des Hungers von 1932/33 steht tatsächlich an anderer Stelle. Ob das Holzkreuz ein Denkmal für irgendetwas war, weiß auch keiner, weil es keine entsprechende Inschrift oder Tafel hatte. Aber gut gestreute Gerüchte sind bekanntlich sehr wirksam.
Was mich schockiert, ist, daß offensichtlich linke Personen öffentlich besonderen Schutz religiöser Gefühle einfordern. Ich fordere besonderen Schutz atheistischer Gefühle. Und die werden durch Holzkreuze im öffentlichen Raum verletzt. Gerade hier in der Ukraine, in der das Christentum extrem repressiv ist, ist das Absägen eines Kreuzes ein emanzipatorischer Akt. Für diese Aktion hätte man die Aktivistinnen auf Händen tragen sollen - und nicht ihre Kolleginnen in Deutschland, die nicht beteiligt waren, plattreden.

evibes
evibes

Hej, uns fällt es derzeit schwer auf Kommentare einzugehen, da wir mitten im Camporgastress stecken. An sich lesen und diskutieren wir sie aber.
Kommentare auf Kommentare die hier geschrieben werden (siehe mehralseineseite im Bezug auf julia// Sanna Wert im Bezug auf djpuzzlefreak) werden uns leider nicht per Mail zugeschickt und gehen somit meistens unter.

djpuzzlefreak

öööhmm, das is voll ok das IHR keine zeit habt, aber wieso löscht ihr Sanna Werths Kommentar? Ich bezog mich auf sie, ihr würgt damit eine weitere Debatte mit ihr ab. das find ich nicht in Ordnung, evtl. hat SIE Zeit zu antworten, bzw. sollte sie auf meinen geantwortet haben, so hätte ich diesen gern gelesen.

evibes
evibes

Das gelöschte Kommentar wurde nicht hier, sondern auf Facebook gelöscht.

djpuzzlefreak

Sanna hatte auch hier kommentiert. einfach verschwunden?

evibes
evibes

Was ist denn hier von ihr weg? Keine Ahnung ob mensch eigene Kommentare löschen kann. Wir haben hier nichts von Sanna gelöscht.

MehrAlsEineSeite

Schon lustig, daß unten auf der Seite, auf der der "offene Brief" veröffentlicht ist, zu lesen ist: "Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert." Lieber keine anderen Meinungen hören? (http://evibes.blogsport.de/2013/01/29/offener-brief-an-femen-germany)

evibes
evibes

- @mehralseineseite: Wie du vielleicht schon bemerkt hast ist bei allen Einträgen auf dem Blog die Kommentarfunktion deaktiviert. Wir haben uns vor geraumer Zeit dagegen entschieden und ermöglichen Leuten jedoch Kommentare hierrüber, per Mail oder auf Facebook zu schreiben. Wobei wir Facebook und Mail bevorzugen würden.

MehrAlsEineSeite

Damit schließt Ihr Leute, die bewußt nicht auf Facebook sind, von der öffentlichen Diskussion Eurer im Blog veröffentlichten Sachen aus. Ist Euer gute recht, hat aber nix mit linker Politik zu tun, Menschen zu drängen zu FB zu gehen...

MehrAlsEineSeite

e'vibes "herschaftsfrei"? Lächerlich. DIe "Vorstellungsrunde" wird von den e'vibeslerinnen monopolisiert und für eine Selbstinszenierung als "Wir sind ganz anders als Femen" genutzt, mit vielen Seitenhieben. Endloses symbolisches Abgearbeite am "ideologischen Gegner", aber kein Versuch der wirklichen Auseinandersetzung. Krass die Zensur: Femen hat einen Film mitgebracht um sich vorzustellen, vor Ort wird der verboten. Und das nennt sich sich dann Gleichberechtigung??? Wenn ich bei einer Präsentation plötzlich meines vorbereiteten Materials beraubt würde, fände ich das eine krasse Bevormundung. Demokratische Entscheidung? Nur leider ohne Argumente. Als die eingefordert werden, heißt es "Diskussion geschlossen". Krass. Die Proteste katholischer Fundamentalisten während der Veranstaltung gegen Bilder nackter Frauen - ich könnte schreien. Weiter: Was sind das für alberne Sensibelchen, die ein dokumentarisches Bild nicht ertragen, auf dem im Kontext einer wie auch immer zu bewertenden Aktion, ein Hakenkreuz zu sehen ist? Mir scheint, es geht dabei nur darum, die Auseinandersetzung zu unterbinden, indem deutsche Befindlichkeiten vorgeschoben werden.
Lächerlich der Vorwurf der Holocaustinstrumentalisierung: "Arbeit macht frei" kann als Chiffre für die Shoah verstanden werden, aber auch als Chiffre für den menschenverachtenden Zynismus der Nazis. Und da macht die Verwendung durch Femen schon Sinn. Aber eben nur zu drei Fünfteln, wie jede Losung. e'vibes will aber 100% richtige Positionen gelten lassen. Weshalb sie 3-Punkt-Schrift auf ihren Plakaten verwenden müssen. :-)
Ansonsten mein Eindruck: Die Leute von e'vibes haben den wahren Glauben (die "richtigen" Positionen; meinen sie jedenfalls von sich selbst) und die von Femen sind vielleicht nicht 100% linientreu, schaffen aber eine gewisse Beeinflussung gesellschaftlicher Diskurse. Was wem jetzt besser gefällt, ist wohl Geschmackssache, beide Gruppen sind wichtig für eine vielfältige Protestkultur.
"Marsch durch die Institutionen" - außerparlamentarische Opposition wirkungslos? Keine Alternative zur Parlamentsarbeit? Antiherrschaftlich ist das nicht. Komisch, daß die SPD-Tante dafür nicht angegriffen wird.
P.S.: @e'vibes: Die Idee, es könne immer Konsens geben ist undialektisch. Dafür aber romantisch. Wie wär's mal mit dialektischer Romantik? :) Femen hält unterschiedliche Positionen offenbar aus.

djpuzzlefreak

Sanna Werth & asdfgasdfs

Femen hat den Anspruch ein "kontroverses" und "provokantes" Aktionsbündniss zu sein das den Umsturz bestehender Verhältnisse zum Ziel hat. Unter dem Gesichtspunkt dieses Anspruchs sollten sie es aushalten können wenn klare Widersprüche aufgezeigt werden und sie die von ihnen "angeblich?" beabsichtigte "Kontroverse" führen müssen, Betrachtet man Femen unter dem Gesichtspunkt der Finanzierungsquellen sind Fragen an dieser Stelle sogar zwingend. Nicht jede Opposition ist gute Opposition und nicht jede Opposition ist wirklich Opposition. Ich stelle nicht die Motivation der Femen - Aktivistinnen in Frage, aber zu kurz gedachte und unausgegorene Kritik führt zu Aktionsformen die den bestehenden Verhältnissen eher zuträglich, als das sie dem eigentlichen Ziel dienlich sind. Das setzt nicht voraus das die Femen - Aktivistinnen dies bewusst tun, aber Kritik sollten sie dennoch aushalten können und auch adäquat darauf reagieren, "Wem es nicht passt der kann ja gehen". ist m.E. nach ein bissel dünn als Reaktion.wenn ich zu solch provokanten Aktionsformen greife sollte ich diese auch hinreichend erklären und verteidigen können, gerade dann wenn diese Aktionsformen mit dem vorgeblichen "Wollen" derart kollidieren. Akademiker im Elfenbeinturm,wegen mir, aber das ist kein Grund die Kritik aus der Theoriebewanderten Ecke so abzubügeln.

MehrAlsEineSeite

Yip!!!!!

asdfgasdfs

Ein selbstgerechter Haufen übersensibler Akademikerinnen glaubt politisches Handeln darf nicht kontrovers in die Öffentlichkeit gebracht werden und versagt den - zugegeben etwas aktionistischen - Femmen die politische Rückendeckung.

murxus
murxus

Femen wirkt auf mich, wie ein Autounfall... klar jeder schaut hin und es staut sich auf der Autobahn... aber vorsichtiger (langfristig) fährt deswegen keiner.

Ausserdem - 'Matriarchat' meint Konsenzgesellschaft. Das ist mMn. intellektuelle Unehrlichkeit - die Bedeutung hat NICHTS mit den Wortstämmen zu tun, das ist wie Pferdefleisch in der Kalbsleberwurst - die bekanntlich aus Schweineleber besteht...

E*vibes haben wenigstens noch die Chance, diese Unehrlichkeit zu korrigieren und ihr 'E' als Abkürzung für Egalitarismus zu präsentieren.

Julia Louise Pony

Auf ide Intervention hin, dass offenbar Bilder mit diskriminierendem Inhalt gezeigt werden: "Sie können ja gerne den Raum verlassen, denn wir reden über FEMEN" Irina von FEMEN. Wow - so sieht also FEMEN's Feminismus für alle Menschen aus! Wenn Du Frauen mit Hakenkreuzen auf den Brüsten nicht sehen willst bei einer antisexistischen Diskussion, dann geh doch raus! Megafail.

MehrAlsEineSeite

"Offenbar Bilder mit diskriminierendem Inhalt" - bitte genauer hinhören! Bilder von Aktionen. Diese Aktionen waren gegenstand der Kritik und der Diskussion. "diskriminierender Inhalt" ist bereits ein Stempel, eine festlegende Interpretation. Wenn ich diese Bilder nicht sehen will (Ih! Ein Hakenkreuz!! Ih! Eine nackte Brust!!), dann sollte ich vielleicht nicht zu einer Veranstaltung über genau diese Fragen gehen. Mich erinnern diese Reaktionen nur an irgendwelche religiösen Eiferer und egomanische Räucherstäbchenraucher, die ihre eigenen Emotionalitäten für normsetzende Instanzen halten.