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  • 1 month ago
Wein der Woche mit Linda Kyei

Wein der Woche mit Linda Kyei

Playing tracks by

Lil Hardin Armstrong, Kimiko Kasai & Herbie Hancock, Lianne La Havas, Ursula Rucker and Bonus Track / Triband.

Als Weinliebhaberin schätze ich mich sehr glücklich, in direkter Nachbarschaft von Bernds Filiale
im Stuttgarter Süden zu wohnen, so komme ich regelmäßig in den Genuss : )…
Wie schön, dass die Weine dieser Runde ausschließlich von Winzerinnen stammen. Dieses Motto
möchte ich gerne aufgreifen. Hierfür habe ich ein paar sehr außergewöhnliche Komponistinnen
der Jazz und Popularmusik ausgesucht. Die Reise beginnt 1910 … Viel Freude beim Verkosten
und Lauschen.

Comments

WeinhandlungKreis

1.) 2015 Rüdesheim Berg Roseneck, Riesling Qualitätswein trocken, Weingut Georg Breuer €54,00 / Lil Hardin Armstrong - Clip Joint
Eine Besonderheit, ja eine Rarität waren die Jazz Komponistinnen der frühen Jahre, denen meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. 1898 in Memphis Tennesse geboren war Lil Hardin Armstrong wohl eine der wichtigsten Personen der Entwicklung des frühen Jazz.
Nachdem sie nach dem Musik Studium erst einem Musikaliengeschäft arbeitete, setzte sie sich gegen das Veto ihrer Familie durch und begann in den 1910er Jahren als Jazz Musikerin zu arbeiten. 1924 heiratete sie Louis Armstrong für den sie auch zahlreiche Songs schrieb. Sie galt als Motor hinter des jungen Armstongs Karriere. Sie war als Arrangeurin verschiedener Bands tätig und schrieb den Song „Just for a Thrill“ mit dem Ray Chalres 1959 einen Hit hatte. Ihre Lebenserinnerungen nahm sie auf Platte unter dem Titel „Satchmo And Me“ auf. Sie verstarb wenige Wochen nach Louis Armstrong, als sie 1971 ein Gedenkkonzert für ihn in Chicago gab.

2.) 2019 Riesling Steinreich, Qualitätswein trocken, Weingut Ansgar Clüsserath €15,00 / Kimiko Kasai & Herbie Hancock - Butterfly
Würze, Intensität, Finesse und trotzdem Leichtigkeit .... das passt zu einer wunderbaren Frau Namens Kimiko Kasai.
Die Japanerin wollte schon immer Jazzsängerin werden und nahm im Alter von 25 Jahren ihre erste Soloplatte in Tokyo auf. Damit wurde sie 1970 international bekannt und war gern gesehener Gast auf Festivals in Nordamerika, Ungarn oder Jugoslawien. Aber Kimiko hatte noch sehr viel mehr zu bieten. Sie machte in dieser Zeit ihr Diplom als Schmuckdesignerin und ist mit ihrer Boutique bis heute im Geschäft.
Einer ihrer absoluten Hochglanzmomente in der Musik ist der in 1979 veröffentlichte Song „Butterfly“ mit Herbie Hancock.

3.) Cognac VSOP Petite Cigüe, Fanny Fougerat €44,00 / Lianne La Havas - Baltimore
Sie ist seit 2012 international bekannt und strahlt für mich absolute Frische und Leichtigkeit aus. Sie beherrscht den Gesangstil des modernen RnB und ist dennoch immer „Lianne La Havas“.
Neben ihrem Album „Green&Gold“ gefällt mir ihre Version des Klassikers „Baltimore“, welcher schon Nina Simon und weitere Größen sangen, besonders gut. Ich bin mir sicher, das wird sie in 30 Jahren auch noch sein: Ein echter Klassiker der Musikszene.

4.) 2014 Les Béraudies, Vin de France, Cosse et Maissonneuve €13,70 / Ursula Rucker - What???
Ursula Rucker ist Journalistin und für mich das Gesicht der Spoken Words Szene.
Lebendig und geistreich. Sie arbeitete schon mit 4 Hero und The Roots zusammen. Kennengelernt habe ich sie mit ihrem Hit „Supa Sista“ und „What ???“ In Letzterem stellt sie auf für mich beeindruckende Weise, die Klichees der Gangsterrapper in Frage und kritisiert den Umgang mit deren Vorbildsfunktion.

Bonus Track / Triband - Got To
„Trip“ gehört für mich zu den wenigen Alben, die ich seit ihres Erscheinens regelmäßig höre und immer wieder Neues und Schönes entdecke. Dieses Album hat mich sehr auf meinem musikalischen Weg geprägt. Die Fusion aus catchy Melodien, speziellen Songstrukturen, klassischen Instrumenten sowie elektronischen Elementen ist so herrlich individuell und authentisch. Mehr davon!